Grundsteinlegung für den Neubau und
40 JAHRE HFF MÜNCHEN
EIN GRUNDSTEIN ZUM 40. GEBURTSTAG...
Ein schöneres Geschenk als dieses hätte der Freistaat seiner Filmhochschule zum 40. Geburtstag nicht präsentieren können: am 14. November 2007 wurde der Grundstein für den Neubau der HFF München und des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in die riesige Baugrube zwischen Gabelsberger-/Arcis- und Barerstraße gelegt. „Dieser Tag wird als glücklicher Tag in die Annalen der HFF München eingehen“, resümierte Professor Dr. Gerhard Fuchs, Präsident der HFF München, den feierlichen und zugleich heiteren Festakt. Während draußen Schneeregen wirbelte, drängten sich im Zelt am Rand der Baugrube die Gäste, um der Festansprache von Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein zu lauschen und die Zeremonie der Grundsteinlegung aus nächster Nähe beobachten zu können. Zu Beginn hatten Dr. Sylvia Schoske, Leitende Direktorin des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst, und Professor Dr. Gerhard Fuchs in ihrer Begrüßung auf die herausragende Bedeutung dieses Standorts für beide Institutionen mitten im Kunstareal Münchens hingewiesen. Dies bekräftigten Reinhold Pfeufer, Baudirektor Staatliches Bauamt München 2, und Staatsminister Dr. Thomas Goppel in ihren Grußworten.
Es versteht sich von selbst, dass bei einer derart fundamentalen Beteiligung der HFF München die Kameras nicht fern sind. HFF-Professor Peter C. Slansky, geschäftsführender Leiter der Abteilung Technik, und seit Beginn mit den Planungen zum Neubau betraut, trat beim Festakt nicht nur als gewandter Moderator in Erscheinung, sondern leitete auch das Seminar „Dreh der Grundsteinlegung“, eine wirkliche Herausforderung für ihn wie für seine Studenten und Assistenten. Alle Bilder wurden im Zelt auf zwei Plasmabildschirmen für jeden sichtbar gemacht – vom Einzug des Ministerpräsidenten über die Ansprachen bis zum ersten großen Augenblick, als die so genannten Beigaben in den Grundstein gelegt wurden: Von der HFF München war das eine Arriflex 16 ST, Baujahr 1967, also genau so alt wie die HFF München. Auch den zweiten großen Augenblick konnten die Gäste in Live-Übertragung miterleben: Der Ministerpräsident selbst drehte professionell vom Dolly aus den Abtransport des Grundsteins. Von der Kälte und der Anstrengung erholte er sich später zusammen mit den Staatsministern a. D. Prof. Dr. Faltlhauser und Prof. Dr. Zehetmair, Staatsminister Dr. Goppel, dem ehemaligen Präsidenten der HFF Prof. Dr. Albert Scharf und BR-Intendant Dr. Thomas Gruber bei Nürnberger Würstchen, Kraut und Brezn.
DIE PROFESSOREN DER HFF MÜNCHEN NACH DER GLÜCKLICH VERLAUFENEN GRUNDSTEINLEGUNG:
Prof. Michaela Krützen, Prof. Heiner Stadler, Prof. Michael Gutmann, Prof. Manfred Heid, Prof. Andreas Gruber und Prof. Peter C. Slansky
.... UND EIN RAUSCHENDES FEST
„Ehemalige“, Studenten, Freunde, die Branche, die Presse: alle, alle kamen über den roten Teppich zum Feiern in die kleine aber feine, zur Party-Zone umgestaltete Filmhochschule nach Giesing. Küsse, Händeschütteln, Schulterklopfen, Freude übers Wiedersehen, Ausschau halten nach Promis wie Bernd Eichinger, Bob Arnold, Caroline Link, Doris Dörrie, Marcus H. Rosenmüller, Nicolai Kinski. Das Große Studio diente zunächst der Eröffnungsshow, während der HFF-Präsident Professor Dr. Fuchs die zahllosen Gäste begrüßte und Freiherr zu Senden/Deutsche Bank die Filmhochschule als „Ort im Land der Ideen“ auszeichnete. „Lights down“ und das Studio wurde bis in den frühen Morgen zum Dancefloor. Wer sich dort nicht drängen mochte, nützte die Flure und Foyers, um sich nach den Kommilitonen von einst umzusehen oder sie in den „Lounges“ aufzuspüren, denen ihre ursprüngliche Bestimmung als Seminarraum Dank der großzügigen Unterstützung von Sponsoren nicht mehr anzumerken war. Im Kino liefen die gesamte Nacht über HFF-Filme – unterbrochen vom Midnight Special „Scribbles-Experimentalfilm“, einer Aneinanderreihung von Film“schnipseln“, die von HFF-Alumni gestaltet worden waren. Dass nicht nur diese Idee von HFF-Professor Christian Köster/Werbung aufging, sondern dass das Fest zum 40. Geburtstag der HFF, dessen Organisation in seinen Händen lag, ein voller Erfolg wurde, hatte sehr viel mit den feierfreudigen Gästen zu tun. Doch den „Grundstein“ für diese Feier am 15. November hatten die beiden Produzentinnen Hannah Lea Maag und Thamee Theiler mit Fantasie, Ausdauer, Geduld und Können ans Tageslicht gebracht, getragen und zum Leuchten gebracht.