Der erste Walzer

Spielfilm, Drama, 58 Minuten, 16 mm auf 16 mm, color
Deutschland 1978
Regie:
Doris Dörrie
Regieassistenz:
Michael Bentele
Buch:
Doris Dörrie, W. A. Reimann
Kamera:
Peter Gauhe
Kameraassistenz:
Peter Goessel
Ton:
Jan Christian Martens
Schnitt:
Raimund Barthelmes
Produktionsleitung:
Franz X. Gernstl
Darsteller:
Christopher Thomas, Katharina Hembus, Jutta Müller-Schwarz, Louise Francia, Sepp Bierbichler
Inhalt:

Max ist aus der Kfz-Lehre abgehauen, weil er nicht mehr einsehen kann, dass er etwas lernen soll, das ihm keinen Spaß macht. Aber mit dem Rumhängen wird er auch nicht fertig. Er verliebt sich in Sandy, die eine Lehre als Friseuse macht. Zusammen lässt sich die Unzufriedenheit besser ertragen: Max weiss zwar noch nicht, was er will - aber er weiss ziemlich genau, was er nicht will. Sie verbringen ihre Freizeit zusammen, einmal beschaffen sie sich einen schicken Wagen für eine Fahrt aufs Land, wo sie, nicht ganz unerwartet, kein Benzin mehr haben. Beide scheinen am Ende ihren Weg zu machen, obwohl keine Lösung angeboten wird.

Festivalteilnahmen:
  • Nordische Filmtage
  • 12. Int. Hofer Filmtage 1978
Pressestimmen:

"...the best to come along in the genre (of pix aimed for the young crowd) primarily because it doesn't preach a dubious social message of ' solidarity' or protest, against an indifferent society. (...) An unassuming, attractive pic..." (Variety, 17.01.1979)

"Das nennt sich in den Informationen des Bayerischen Fernsehens etwas großspurig 'deutscher Film' und ist doch kaum mehr als eine sehr kurzatmige und noch etwas wacklige Handwerksübung. (...) So vergißt der Film über der Arbeit mit dem Filmhandwerk, auf die Menschen neugierig zu machen, die über die wenig anziehende Arbeitswelt und ihre drohende Entfremdung berichten sollen." (Süddeutsche Zeitung, 26.07.1979)

"Ein Stück Wirklichkeit ist hier ganz unprätentiös eingefangen, es spielen Laien, die sich selbst in ähnlichen Situationen befinden. Leben und Denken der jüngsten Generation ist in einprägsamen Bildern festgehalten, ohne daß Lösungen angeboten werden; man spürt die Betroffenheit der Regisseurin vor diesen jungen Aussteigern und Nicht-mehr-Mitmachern." (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.11.1978)

Sendetermine:
  • 11.04.1978, ARD