Der rote Teppich
Dokumentarfilm, 88 Minuten, Digi Beta & DV, auf 35 mm
Deutschland 2006
DER ROTE TEPPICH ist der Abschlussfilm von Andrea Asch und Eric Asch in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF München.
Buch: Andrea und Eric Asch
Regie: Andrea und Eric Asch
Kamera: Daniel Schönauer, Eric Asch, Michael Leuthner
Schnitt: Andrea und Eric Asch
Musik: Sebastian Pille
Ton: Thomas Keller, Jörn Martens
Produktion: InstinktFilm Andrea und Eric Asch Filmproduktion GbR in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk (Redaktion: Petra Felber, Benigna von Kayserlingk)
Herstellungsleitung: Natalie Lambsdorff
Protagonist: Axel Brauns
Förderung: FFF Bayern, Förderverein HFF München
Prädikat: besonders wertvoll
Preise:
Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern,
Internationales Dokumentarfilmfestival München 2007
Pressemitteilung
DAAD-Preis der HFF München für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender 2006
Pressemitteilung
Festival Screenings:
Internationales Dokumentarfilmfestival München 2007 (Neue Filme aus Bayern) 2007
Festival Max-Ophüls-Preis, Saarbrücken 2007
Als Autist war Axel Brauns sich immer selbst genug.
Er lebte allein aber glücklich in seiner Welt.
Gegenstände waren ihm wichtiger als Menschen.
Nicht Vater oder Mutter,
sondern die rechteckige Form der Gehwegplatten gab ihm Geborgenheit.
Sprache war ihm fremd, verursachte Schmerzen, wurde daher vermieden.
Ursprünglich sollte er deshalb auf die Sonderschule,
doch stattdessen beschloss Axel Brauns,
Zweitbester seines Abitur-Jahrgangs zu werden.
Der autistische Junge, der kaum sprechen
und keine Menschen wahrnehmen konnte,
wurde allen Zweiflern zum Trotz ein erfolgreicher Schriftsteller:
Sein autobiografischer Erstlingsroman, „Buntschatten und Fledermäuse“,
brachte ihm eine Nominierung für den Deutschen Bücherpreis ein.
Doch damit gibt sich Axel Brauns noch nicht zufrieden.
Seine eigentliche Leidenschaft gilt dem Kino, der glitzernden Welt des Films.
Er will einen Film drehen und Geschichten von innen erzählen,
aus seiner Perspektive - der einzigen, die für ihn zählt.
Die Literatur hat Axel Brauns ins Leben geführt.
Sein erster Film soll ihn nun nach Hollywood bringen und auf den Roten Teppich.
Der 90-minütige Dokumentarfilm, begleitet Axel Brauns in allen Produktionsphasen seines ersten Spielfilms: von der ersten Klappe, bis zur Premiere.
Der Film erzählt von den Träumen eines Menschen und ihrer Verwirklichung,
von dem Überlebenskampf eines Autors und der inneren Zerrissenheit eines Autisten, der gefangen ist zwischen der „normalen Gesellschaft“ und seiner eigenen Welt und sich dabei erstmals in seinem Leben wirklich einsam fühlt,
da er weder Autist, noch „normal“ ist.
„Der Rote Teppich“ erzählt die eigentlich unmögliche Geschichte eines Autisten,
der es täglich schafft, den Autismus „auszutricksen“, ohne ihm dabei wirklich entkommen zu können.