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Wochenüberblick
Montag, 27. Juli 2009
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Donnerstag, 30. Juli 2009
Freitag, 31. Juli 2009
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Eine Zusammenfassung der Filmschau 2008 aus Sicht der Spielfilmjury

Wir haben über 20 Filme mit Spielhandlung gesehen. Sie waren von sehr unterschiedlicher Qualität und reichten von der ersten Regieübung bis zum durchfinanzierten Abschlussfilm. Ein direkter Vergleich ist damit äußerst schwierig. Am liebsten hätten wir verschiedene Bereiche prämiert, etwa eine herausragende Regie, das beste Casting, ein einzigartiges Drehbuch, das beste Production Value, eine innovative Kamera, ein herausragendes Szenenbild; doch hier gibt es nur einen einzigen Hauptpreis, mit dem wir nicht irgendeinen Film küren wollen, der diese oder jene Facette filmischen Könnens aufzeigt, sondern einen Film, der in seiner Gesamtheit hervorsticht.

Die in der Filmschau vorgeführten Werke repräsentierten stets das Endprodukt eines Projekts. So konnten wir auch nur das fertige Ergebnis bewerten, ohne zu berücksichtigen, welcher Film für die Schaffenden große Lernprozesse mit sich zog und welcher nicht. Doch gerade für die Werke im Rahmen eines Filmstudiums zählen weniger das sichtbare Ergebnis als vielmehr die Erfahrungen und die Entwicklungen, die die beteiligten Studenten dabei sammeln konnten – hier hat also das buddhistische Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ eine ganz besondere Bedeutung, die wir als Jury natürlich nicht würdigen konnten und durften.

Und in der Tat hätten wir uns gewünscht, dass an einer Filmhochschule weniger auf ein hübsch anzusehendes Ergebnis hin gearbeitet wird, sondern dass mehr Freches, mehr Ungewöhnliches riskiert, auch mehr Gesellschaftsrelevantes und dramaturgisch Durchdachtes realisiert wird. Deswegen möchten wir hier im Besonderen einige Filme erwähnen, die sich mutig über Konventionen hinweggesetzt und/ oder emotional berührt haben, jedoch nicht mit Preisen bedacht werden können. Dies ist – in cineastischer „Kurzform“ – drei Werbefilmen gelungen, die in ihrer Machart und in ihren visuellen Qualitäten auch hohen professionellen Standards entsprechen. Deshalb Applaus für „Moleskine“ von Arbia Said, „Post-It“ von Bartosz Grudziezki und „Autoscout“ von Class Ortman.

Als emotional berührender Film mit ungewöhnlicher Erzählweise fiel uns „Frieda finden“ von Johannes Disselhoff positiv auf, für eine Produktion 02 ein erstaunliches Ergebnis. „Verstärker“ von Jesper Petzke hingegen besticht mit einer witzigen Idee und authentischen Figuren.

Wir haben uns entschlossen, insgesamt drei lobende Erwähnungen, zwei Sonderpreise und einen ersten Preis zu vergeben.


Für eine tolle Woche voller schöner und interessanter Filme dankt die Jury den Schöpfern all dieser Werke und Kleinodien. Dank auch an das gesamte Veranstaltungsteam, das sich nicht nur für einen reibungslosen Ablauf, sondern auch (oder vor allem?) für eine muntere, launige und eine im positivsten Sinne „charmante“ Filmschau verantwortlich zeichnet.


 
www.hff-muenchen.de