CANNES 2006
- Student der HFF München auf das Cannes Filmfestival 2006 eingeladen
(Hochschule für Fernsehen und Film München, 20.04.2006) Mit großer Freude wurde in der Hochschule für Fernsehen und Film München und hier ganz besonders in der Dokumentarfilmabteilung - die Nachricht aufgenommen, dass Andreas Bolm mit seinem Dokumentarfilm JABA auf das Filmfestival Cannes eingeladen wurde. Laurent Jacob, künstlerischer Leiter der Cinéfondation, zeigte sich derart beeindruckt von Bolms starker filmkünstlerischer Leistung, dass er eine Ausnahme machte und JABA in den Wettbewerb der üblicherweise ausschließlich fiktionalen Reihe Cinéfondation aufnahm.
JABA erzählt vom Überleben in der Peripherie, in einem kleinen ungarischen Dorf, in einer der ärmsten Regionen Europas. Der inszenierte Dokumentarfilm reflektiert in assoziativer Form die Auswirkungen des Existierens im Abseits. Die Darsteller, sesshafte Roma des Dorfes Jaba, spielen sich selbst. Der Film sei, so Andreas Bolm, so rau und poetisch wie seine Protagonisten. JABA gewinnt seine Kraft aus der sehr direkten Annäherung an seine Figuren.
Andreas Bolm studiert an der HFF in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik, JABA ist nach ROZSA und DIE SCHLÄFER sein dritter Film an der Hochschule. Bolm recherchierte lange und ausführlich bevor er mit seinem Kameramann Gerd Breiter zum fast fünfwöchigen Dreh nach Jaba aufbrach. Heiner Stadler, Professor der Dokumentarfilmabteilung, unterstützte das Projekt von Beginn an. Für die Unterstützung beim Schnitt konnte Andreas Bolm den weltweit anerkannten Meister seines Fachs, Peter Przygodda gewinnen. JABA wurde von der Berliner Firma weltfilm produziert, die sich bereits seit einiger Zeit durch die Entwicklung und Produktion künstlerisch anspruchsvoller Filme auszeichnet. Der Film wird bei den diesjährigen Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen im Deutschen Wettbewerb laufen.