HFF München goes DOK.FEST 2009
(HFF München, Mai 2009) Aus der einzigen Filmhochschule Bayerns gehen wie jedes Jahr beim Internationalen Dokumentarfilmfestival München auch 2009 wieder hochrangige Dokumentarfilme an den Start. Übungsfilme von Studierenden der Dokumentarfilmabteilung sind ebenso dabei wie (lange) Abschlussfilme und Filme von “Ehemaligen“, die ihren Weg gemacht haben.
In der für Donnerstag, 07. Mai, programmierten Reihe ‚HFF und mehr’ stellen vier Studierende aus der Dokumentarfilmabteilung ihre Filme vor:
Xenia Sigalova ihren 70minütigen Dokumentarfilm DAS GEGENTEIL VON ARBEIT: eine subversive Beobachtung von Hartz IV-Langzeitarbeitslosen, die auf 1-Euro-Basis an einem Schauspielprojekt teilnehmen (sollen). Yvonne Rüchel-Aebersold und Philip Koch folgen in ihrem 46minütigen Road-Movie RUTA DEL CHE den „Pilgern“, die in Bolivien auf den Spuren Che Guevaras unterwegs sind. Die turbulente Schauspieler-, Musiker- und Drogenvergangenheit seines berühmten Cousins Balthazar Getty begleitet Severin Winzenburg über Erinnerungen, Bilder und Videoaufnahmen in seinem MY AMERICAN COUSIN (46 Minuten). Damian Harper schließlich hat den verschiedenen Ausformungen des American Dream in MOTHER OF EXILES fünfundfünfzig teils witzige teils melancholische Minuten gewidmet.
Im Internationalen Programm und nominiert für den Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern läuft Ralf Büchelers WENDEKREIS DES SCHAFS, der Geschichten von den Bewohnern der äußeren Hebriden erzählt, von Heimat, Idylle und Isolation.
Tradition wins: Die Hochschule für Fernsehen und Film München wird der Ort sein für das offene Werkstattgespräch, zu dem alle am Dokumentarfilm Interessierten herzlich eingeladen sind. Hier gibt Gideon Koppel (SLEEP FURIOUSLY) im Gespräch mit Festivalleiter Dr. Hermann Barth Einblick in sein dokumentarisches Schaffen. Beginn ist um 10.00 Uhr, Ende gegen 15.00 Uhr.
HFF-Abschlussfilme:
In BERNSTEINLAND – EIN TODESMARSCH IN OSTPREUSSEN verarbeitet Julia Bourgett die Erinnerungen und Berichte einer Überlebenden und Augenzeugen des Massakers von Palmnicke/Jantary im Januar 1945 zu einem erschütternden Memento. BERNSTEINLAND ist nominiert für den Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern
Was der Krieg mit den Menschen macht, zeigt Sabrina Wulffs REDEMPTION. 90 bestürzende Minuten lang erfahren wir von der Agonie dreier Soldaten, die beim Heimaturlaub flohen und nun undercover leben müssen. Der Film läuft im Wettbewerb.
HFF-Absolventen:
Der bekannte Dokumentarfilmer Jörg Adolph ist auf dem 24. DOK.FEST München mit seinem neuen Film MUSIC NO MUSIC vertreten: Musik und Film in Bewegung.
In EL ULTIMO APLAUSO begleitet German Kral jahrelang eine Gruppe gealterter Künstler, die für ihr Publikum wieder und wieder den Tango singen. Der 88-Minüter ist für den Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern nominiert.
Von Hans-Christian Schmid ist wieder einmal ein Dokumentarfilm zu sehen: DIE WUNDERSAME WELT DER WASCHKRAFT. Ein Film über die Reise der Schmutzwäsche aus Berliner Hotels über die Oder – und darüber, wer die Wäsche bearbeitet.