OSKAR à la HFF
Oskar à la HFF: Roter Teppich in der Münchner Filmhochschule für die Gewinner beim 3. Filmfest der HFF München
(HFF München, 01. August 2007) Eine Oskarreife Performance beendete „Das 3. Filmfest der HFF München“. Die diesjährige Jahresausstellung zeigte zum Ende des Sommersemesters eine Woche lang kleine und große studentische Arbeiten, insgesamt mehr als 50 Filme, von denen der kürzeste – ein Musikclip – vier, der längste – DER ROTE TEPPICH - 90 spannende Filmminuten boten. Gleichermaßen angezogen vom vielfältigen Programm aus Erstlingsfilmen, Übungsfilmen, Gruppenproduktionen, fernsehjournalistischen Arbeiten und Abschlussfilmen waren die HFF-Kommilitonen wie das am Film und an der Münchner Filmhochschule interessierte Münchner Publikum – selbst die Mitternachtsvorstellungen erfreuten sich großer Beliebtheit. Stoff zum Diskutieren gab es ausreichend: Unter der abwechselnden Moderation von Martin Nudow, Christoph Gröner und Jessica Benzing wurden die FilmemacherInnen zu ihren Werken befragt und Fragen aus dem Publikum beantwortet.
In der Wochenmitte zog unter dem Motto „Kronzuckers Universum“ für einige Stunden Feierlichkeit ins überfüllte Kino der HFF ein: Professor Dr. Gerhard Fuchs verabschiedete seinen Kollegen Professor Dr. Dieter Kronzucker, den langjährigen Leiter des Bereichs Fernsehjournalismus. Die Reportagen des letzten Auslandsmagazins „Close up“, die unter Kronzuckers Betreuung in South Carolina entstanden waren, ein persönlicher Abschiedsfilm seines Assistenten Mario Beilhack und eine Party im Garten der HFF setzten einen Dieter Kronzucker angemessenen charmanten Schlusspunkt.
Für „Das 3. Filmfest der HFF München“ hatten sich die studentischen Organisatoren und Programmmacher Nancy Brandt, Martin Nudow, Melanie Liebheit und Stephan Hilpert einen Clou ausgedacht: die Verleihung der Bayerischen OSKARs’ für den besten Spiel- und den besten Dokumentarfilm. Generationsübergreifend sollte die Jury besetzt sein, und tatsächlich widmeten sich als Juroren vier „Ehemalige“ gemeinsam mit zwei aktuellen Gaststudenten Hunderten von Filmminuten. Für den „großen Auftritt“ bei der Preisverleihung auf der Treppe der HFF hatte Martin Nudow den roten Teppich aus Krepppapier ausgerollt. Dramatisch ausgeleuchtet und von Hollywood-Musik untermalt verliehen Claudia Strassmann-Ulbrich (A-Kurs), Manya Lutz (Kurs 1994) und Gaststudent Florian Geierstanger den Bayerischen Dokumentarfilm-OSKAR für WEIL DER MENSCH EIN MENSCH IST (57 Minuten) von Frauke Finsterwalder und Stephan Hilpert, der in der Jury-Begründung „als Beitrag für die Politische Bildung unseres Landes“ empfohlen wird. Kenan Ormanlar (A-Kurs), Franz Xaver Bogner (C-Kurs) und Gaststudent Ralf Heinke verliehen den Bayerischen Spielfilm-OSKAR an Julia Schwarz für NACHTS DAS LEBEN (18 Minuten). „Ein starker Kinofilm, der uns als Zuschauer mit seiner Handlung so sehr in die Geschichte hineinzieht, dass wir das Gefühl haben, im Kino vor einem langen Spielfilm zu sitzen“, heißt es in der Begründung der Jury.
Die Party im Anschluss an die Preisverleihung soll noch ziemlich lange gedauert haben.
Stephan Hilpert
Julia Schwarz (Mitte)