Kindertag an der HFF München - Erleben, wie ein Film entsteht
Studioatmosphäre für die Kleinen: Am 22. Mai stürmte die vierte Klasse der St. Anna Grundschule das Große Studio der HFF München, um einen Film zu drehen.
(HFF München, Mai 2007) Ab 9.00 Uhr morgens war in der HFF eine andere als die übliche Lebendigkeit zu spüren. Studiotechniker, Regisseurin und Kameramann begrüßten die 25 Kinder, die im Rahmen ihrer Medienprojektwoche gings sofort mit dem spannenden und lustigen Teil los: Bei der Feinarbeit am Drehbuch für einen Kurzfilm durften die Kinder ihre Ideen einbringen. Sie suchten Kostüme und Requisiten, die sie im Film benötigten, aus.
Wer Requisiteur, Kostümbildner, Schauspieler sein oder wer an der Kamera stehen wolltel, musste entschieden werden. Ab ca. 10.30 Uhr hieß es dann "Film ab". Die Dreharbeiten waren nicht nur für die Kinder aufregend. Auch Regisseurin Doro Körner (HFF-Absolventin der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik 2002) und Kameramann Bruno Schiebel (ehemaliger HFF-Gaststudent) brauchten starke Nerven, um alle Ideen und Interessen der Viertklässler unter einen kreativen Hut zu bringen. Körner und Schiebel bringen jedoch aus ihrer Produktionsfirma DIE FILMPIRATEN so viel Erfahrung mit, dass der Kindertag für alle nur glücklich enden konnte. "Das Filmemachen soll nicht mit Leistung verbunden sein. Die Kinder lernen, ihre ureigenen, authentischen Geschichten umzusetzen. Wir haben bemerkt, dass die Kinder sich bei der Verwirklichung ihrer Geschichten ernst genommen fühlen. Eigene Konflikte, die die Kinder beschäftigen, werden im Rahmen einer Geschichte kreativ behandelt, zum Beispiel Der erste Kuss, nervige Verwandte, Verlust einer engen Freundschaft, Umzug in eine andere Stadt, Gruppenzugehörigkeit und Gruppenzwänge, Mutproben oder auch unbestimmte Ängste...", sagen sie.
Das aufgenommene Filmmaterial wird von DIE FILMPIRATEN geschnitten und am nächsten Tag der Klasse vorgeführt.
Und vielleicht ist unter den jungen Regisseuren, Schauspielern, Requisiteuren und Kabelträgern in ungefähr zehn Jahren der eine oder die andere als Bewerber oder Bewerberin bei der Aufnahmeprüfung für die HFF dabei.