10 Mal HFF München
Auf dem 31. Filmfestival Max Ophüls Preis (18.01. bis 24.01.2010) in Saarbrücken ist die Münchner Filmhochschule mit zehn Filmen vertreten.
(HFF München, 14.01.2010) Mit insgesamt zehn Filmen ist die Hochschule für Fernsehen und Film München ab kommendem Montag auf dem renommierten Saarbrückener Filmfestival vertreten. Neun Filme sind allein in den Wettbewerbskategorien "Spielfilm", "Dokumentarfilm", "Mittellanger Film" und "Kurzfilm" nominiert. Außerdem präsentieren sich drei HFF-Absolventen mit ihren Spielfilmdebüts.
Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt als wichtigstes Forum zur Förderung junger Filmtalente im deutschsprachigen Raum.>br/>
Im Wettbewerb der Kategorie "Spielfilm" sind zwei HFF-Abschlussfilm zu sehen. Oliver Haffner, Student der Abteilung Kino- und Fernsehfilm an der HFF München, erzählt mit seiner Komödie MEIN LEBEN IM OFF (100 Minuten) von Frank, der als Enddreißiger vom Ruhm als Schriftsteller träumt. Allerdings hat Frank ein Problem, er kommt nicht zum Schreiben. Sein Lebensgefährte Akim hingegen wünscht sich ein gemeinsames Pflegekind. Die Dinge kommen in Bewegung, als Frank der charismatischen Kathrin begegnet, die nicht nur seine Schreibblockade aufhebt. Frank beginnt sich mit den wirklichen Dingen des Lebens auseinander zu setzen. MEIN LEBEN IM OFF ist eine Produktion von if...Productions in Zusammenarbeit mit der HFF München und wurde vom FilmFernsehFonds (FFF) Bayern gefördert. PICCO (105 Minuten) von Philip Koch ist ein Film, der ausschließlich im Gefängnis spielt. Kevin kommt ins Gefängnis. Als Neuankömmling ist er der gnadenlosen Hackordnung im Gefängnis ausgesetzt. Demütigungen und Gewalt bestimmen den Alltag, Kevin muss lernen, im Gefängnis zu überleben. PICCO ist Philip Kochs Abschlussfilm in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm an der HFF München. Der Film erhielt ebenfalls Förderung durch den FFF Bayern und ist eine Produktion von Walker + Worm in Zusammenarbeit mit Philip Koch Filmproduktion und der HFF München. Außerdem laufen im Wettbewerb um den besten Spielfilm mit U. F. O. und WAFFENSTILLSTAND die Debütfilme der beiden HFF München-Absolventen Burkhard Feige und Lancelot von Naso.
Im Wettbewerb der Kategorie "Dokumentarfilm" müssen sich zwei weitere Filme aus München behaupten: Frauke Ihnen führt mit STADLFREUNDE (70 Minuten) den Kinobesucher in die Welt der Fans von Volksmusik und volkstümlichem Schlager. Für Fans wie Friedrich, Helmut, Gusti, Harald und Lydia dreht sich alles um ihre Leidenschaft für die Volksmusik. Sie lassen sich keinen "Stadl" entgehen und nehmen dafür Anreisewege quer durch die Alpenländer in Kauf. Ihr absoluter Jahres-höhepunkt: der Silvesterstadl. STADLFREUNDE ist Frauke Ihnens Abschlussfilm in der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der HFF München. Der Film STADLFREUNDE ist eine Produktion von lüthje und schneider film in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der HFF München und wurde vom FFF Bayern gefördert. Eine Gruppe junger Männer wollte im Jahr 2007 das größte Bauwerk der Welt errichten – eine gigantische Pyramide. Von diesem aberwitzigen Vorhaben erzählt der Dokumentarfilm DIE GROSSE PYRAMIDE (73 Minuten) von Frauke Finsterwalder. DIE GROSSE PYRAMIDE ist auch die Geschichte einer großen Spekulation, die eine ganze Gegend im Osten Deutschlands in den Bann zog und polarisierte. Frauke Finsterwalder ist Studentin der Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. DIE GROSSE PYRAMIDE ist eine Produktion von Walker + Worm in Zusammenarbeit mit der HFF München.
Gleich drei Abschlussfilme der Münchner Filmhochschule stehen im Wettbewerb der Kategorie "Mittellanger Film": Andreas Jaschke, Student der Abteilung Kino und Fernsehfilm, präsentiert mit DIE UNBEDINGTEN (47 Minuten) ein historisches Drama, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielt. Darin geht es um einen studentischen Geheimbund und den sogenannten Fememord an dem Dichter August Kotzebue. DIE UNBEDINGTEN ist eine Produktion von CHOCK-A-BLOCK Film Christ & Brandmair in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der HFF München. Der Film DIE UNBEDINGTEN wurde vom FFF Bayern gefördert. FREUNDE VON FRÜHER (52 Minuten) von Tim Moeck, Student der Abteilung Kino- und Fernsehfilm, erzählt die Geschichte von einem Kunstsammler, den es nach Jahren im Ausland in seine deutsche Heimat zieht und der dort auf seine Jugendliebe trifft. FREUNDE VON FRÜHER ist eine Produktion von Fireapple Films in Zusammenarbeit mit ARTE, dem SWR und der HFF München. FREUNDE VON FRÜHER erhielt ebenfalls Förderung durch den FFF Bayern. In WIE MATROSEN (45 Minuten) stellt Jesper Petzke die Geschichte von Mark, Mitte 30 und seit 15 Jahren DJ, in den Mittelpunkt. Marks große Zeiten als DJ scheinen vorbei. Nach einer kleineren Tournee kommt er in Berlin an und zieht verloren durch den urbanen Raum, während seine Freundin in München nach einer gemeinsamen Wohnung sucht. WIE MATROSEN ist eine Produktion der Imbissfilm und zischlermann filmproduktion in Zusammenarbeit mit dem ZDF und der HFF München. WIE MATROSEN wurde ebenfalls vom FFF Bayern gefördert.
Im Wettbewerb der Kategorie "Kurzfilm" laufen u.a. die beiden HFF-Filme PENICILLIN von Mike Viebrock und LIFE IS EASY von Lennart Ruff. PENICILLIN (24 Minuten) ist Mike Viebrocks Abschlussfilm in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm. Die in Deutschland aufgewachsene Marisa kehrt als Ärztin in ihr afrikanisches Geburtsland zurück und sieht sich dort einer ausgebrochenen Meningitis-Epidemie gegenüber. Allein, es fehlt an Medikamenten, um die Epidemie wirkungsvoll zu bekämpfen. PENICILLIN ist eine Produktion der viaFilm und creative pictures in Zusammenarbeit mit ARTE, dem Bayerischen Rundfunk und der HFF München. Der Film wurde vom FFF Bayern gefördert. LIFE IS EASY von Lennart Ruff spielt in Deutschland und schildert die Geschichte von Tobias, dessen großer Bruder Christian an der gemeinsamen Schule als Amokläufer ein Blutbad angerichtet hatte. Tobias stößt im Internet auf eine Chat-Bekanntschaft seines Bruders, die nicht weiß, mit wem sie eigentlich Kontakt hatte. Tobias gibt sich ihr gegenüber als sein toter Bruder aus. Lennart Ruff studiert Regie in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm der HFF München. Sein Kurzfilm ist eine Produktion der Kaamos Film in Zusammenarbeit mit der HFF München.
In der Kurzfilmreihe außerhalb des Wettbewerbs läuft NEBENEINANDER von Christoph Englert. Christoph Englert studiert ebenfalls Regie in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm. NEBENEINANDER (13 Minuten) ist ein kurzer Film über die Liebe im Alter. Rosemarie hat Alzheimer, doch ihre Liebe ist so lebendig wie eh und je. Ihr Mann Walther kommt sie regelmäßig besuchen. Heute hat er es besonders schwer, denn seine Frau erkennt ihn nicht. NEBENEINANDER ist eine Produktion von Voilà Film in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und der HFF München.br/>
Im Programm des Saarbrückener Festivals, aber nicht im Wettbewerb, ist außerdem der Debütfilm DIE ZWEI LEBEN DES DANIEL SHORE von Michael Dreher, Absolvent der Abteilung Kino- und Fernsehfilm der HFF München, zu sehen.