Förderpreis deutscher Film für DER ROTE PUNKT
Den mit 10.000 Euro dotierte Nachwuchspreis teilt sich HFF München-Regiestudentin Marie Miyayama mit ihrem Kameramann und dem Komponisten der Filmmusik. Insgesamt sind acht Regiearbeiten von Studierenden der HFF München in Hof zu sehen.
München, 24.10.2008: Marie Miyayama (Regie, Schnitt), Oliver Sachs (Kamera) und Helmut Sinz (Filmmusik) nahmen gestern Abend in Hof den mit 10.000 € dotierten "Förderpreis deutscher Film" für ihre Ensembleleistung entgegen. Damit wurde mit DER ROTE PUNKT in diesem Jahr ein weiterer Abschlussfilm der HFF München mit dem von der Hypovereinsbank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk gestifteten Preis ausgezeichnet. Während des Internationalen Filmfest München erhielt HFF München-Absolvent Timo Müller für seine Regiearbeit in "MORSCHOLZ" den Förderpreis.
DER ROTE PUNKT (82 Minuten, 35 mm) erzählt die Geschichte der japanischen Studentin Aki Onodera, die auf den Spuren ihrer Eltern von Tokio nach Deutschland reist. Im Ostallgäu lernt sie die Familie Weber kennen, von der sie spontan als Gast aufgenommen wird – und die dadurch schon bald in heftige Turbulenzen gerät. Die dreiköpfige Jury, bestehend aus dem Produzenten Philipp Budweg, dem Kameramann Stefan Biebl und dem Filmjournalisten Peter Hartig, würdigte vor allem das Zusammenspiel von Kamera, Schnitt und Filmmusik in dem Spielfilm: "Der Film glänzt mit kunstvoll komponierten Bildern und einer eigenständigen Musik, die sich der Geschichte zuordnet und sie akzentuiert unterstützt, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Ebenso zurückhaltend die Montage von Marie Miyayama, die den Bilder und Personen Zeit gibt, sich zu entwickeln, um die Emotionalität der Geschichte wirken zu lassen."
DER ROTE PUNKT ist der Abschlussfilm von Regiestudentin Marie Miyayama an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Marie Miyayama begann ihr Studium in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm 1998. DER ROTE PUNKT ist eine deutsch-japanische Koproduktion zwischen der Münchner Filmwerkstatt und Chase Film International Co., FGV Schmidle sowie der Hochschule für Fernsehen und Film München. Der FFF Bayern, ARRI & TV Services, die Manfred Durniok Foundation, das Bayerische Filmzentrum – First Movie Program uvm. förderten und unterstützten den Film.
Außerdem sind in Hof Abschlussarbeiten der HFF München-Studierenden Satu Siegemund (ALLES WIEDER GUT, Spielfilm 18 Minuten), Inga Nemstsveridze (AM RANDE, Spielfilm 80 Minuten), Ina Borrmann (DAS VERSCHWINDEN DER ZEIT, dokumentarisches Filmessay, 75 Minuten) und Pawel Siczek (BASSIONA AMOROSA, Dokumentarfilm 98 Minuten).
Maria Eibl-Eibesfeldt (MARTHA, Spielfilm, 42 Minuten), Konstantin Ferstl (TAGE WIE JAHRE, Spielfilm 40 Minuten) und Andrea Thiele (WANTED, Dokumentarfilm, 60 Minuten) repräsentieren mit ihren Filmen auf den Hofer Filmtagen bereits die nächste Regiegeneration aus der HFF München.