Kinostart: Vier Fenster von Christian Moris Müller
Dass ein Abschlussfilm den Weg ins Kino findet, ist eher ungewöhnlich. VIER FENSTER von Christian Moris Müller, Absolvent der HFF München, ist der Sprung jedoch gelungen. Ab 19. April 2007 wird der eher ungewöhnliche Film im Kino gezeigt.
Mutter, Vater, Sohn und Tochter: vier Individuen, durch Familienbande aneinandergekettet, voneinander weg strebend, sprachlos auf ihrer Suche nach Geborgenheit beharrend. Christian Moris Müller präsentiert einen Alptraum in vier Kapiteln. Mit Thorsten Merten als Vater, Theresa Scholze als Tochter, Margarita Broich in der Rolle der Mutter und Frank Droese in der des Sohns standen Müller hervorragend intensive Schauspielerinnen und Schauspieler zur Verfügung, die seinem Anspruch, die Geschichten über ihre Gesichter zu erzählen, mehr als gerecht wurden. Dass der bekannte Kameramann Jürgen Jürges, Spezialist für beziehungsreiche Bilder, sich auf den jungen Regisseur einließ, bedeutete für Müller die Erfüllung eines Traums: Nur mit wahren Profis ließen sich seine Vorstellungen umsetzen. Um den Schauspielern Zeit und Raum zur Entwicklung zu geben, inszenierte Müller in lang durchgehenden, den Beziehungen der Familienmitglieder entsprechend oft quälend gedehnten Einstellungen. Eine Herausforderung, die anzunehmen und zu erfüllen sich lohnte. VIER FENSTER ist ein Film, der durch seine beklemmende Intensität besticht.
So wundert es nicht, dass VIER FENSTER für den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2007/'Bester Film' nominiert ist, im letzten Jahr auf der Berlinale in der ‚Perspektive’ lief, mit dem Franz Hofer Preis-Filmhaus Award in Saarbrücken ausgezeichnet und für den Babelsberger Medienpreis 2006 „Förderpreis für den besten Absolventenfilm im Bereich Spielfilm“ nominiert wurde. Christos Acrivulis und Andreas Severin von missingFILMs GbR bringen VIER FENSTER, den eher ungewöhnlichen Abschlussfilm von Christian Moris Müller, ins Kino.