Tino Schaedler - Digitale Kulissen für Hollywood
Kaum ein Film wird heutzutage noch ausschließlich an realen Schauplätzen gedreht, immer häufiger werden diese mit computergenerierten Bildern verschmolzen.
Der Computer dient T. Schaedler als Entwurfswerkzeug.
Anstatt Grundriss oder Schnitte zu nutzen, begann er Entwürfe mit animierten Kamerafahrten im 3D Raum.
"Man muss sich das räumliche Entwerfen wie das Erstellen von sequentiellen Bildern vorstellen, wie Storyboards, die sich wie die Handlung eines Filmes entfalten, Räume werden als Choreographie entworfen". Schaedler weiter: "Digitale Sets müssen mit der gleichen Detailgenauigkeit und Aufwand entwickelt werden wie reale."
Tino Schaedler, geboren 1972 in Wolfenbüttel, zählt zu den internationalen Protagonisten im Bereich des digitalen Set Designs.
Er studierte Architektur an der Universität Hannover, am Berlage Institut in Amsterdam und an der University of California in Berkeley, sowie 3D Animation und Visual Effects an der Film School in Vancouver.
Nach dreijähriger Mitarbeit bei Studio Libeskind und Barkow Leibinger Architekten, arbeitet T. Schaedler als Art Director für digitale Sets, u.a. für die Filme „Catwoman“, "Charlie und die Schokoladenfabrik", "V for Vendetta", "Der goldenen Kompass", "Harry Potter und der Orden des Phoenix" und die neue Disney Produktion "Prince of Persia".
Seine Tätigkeit umfasst regelmäßige Beiträge für Mark Magazine, weltweite Vorträge und Workshops zu digitalem Set Design, Lehraufträge u.a. an der Universität der Künste in Berlin, der University of British Columbia, sowie derzeit an der Architectural Association in London, Buchpublikationen, Ausstellungsdesign und Kuratorentätigkeit.
Er ist Mitbegründer von NAU, einer interdisziplinären Designgruppe zwischen Architektur, Gaming und Film;
Sie bedienen sich interaktiver Techniken, um verteilt auf der ganzen Welt an Ihren Projekten zu arbeiten.
Eine Ihrer Ideen, die Arbeitswelt zu revolutionieren, ist der "Cocoon" , eine Kapsel, in der Menschen per virtueller Realität, ähnlich wie Tom Cruise in " Minority Report" , mit weit entfernten Kollegen zusammenarbeiten können, so als wären sie im selben Raum.
Der Aufbaustudiengang Film, - und Fernsehszenenbild dankt Tino für diesen hochinteressanten und inspirierenden Besuch.
„Wir alle freuen uns über weitere News aus LA“.