Studiengang Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik - Abteilung IV
"Nichts ist fantastischer als die Wirklichkeit"
Federico Fellinis Satz macht Lust auf Expeditionen in den Alltag. Und weiter gedacht: Welch eine Herausforderung, Wahrheit in der Wirklichkeit zu entdecken und davon in Bildern zu erzählen!
Dramaturgisches Arbeiten mit der Magie des authentischen Bildes ist die Essenz allen dokumentarischen Erzählens. Aufklärung con anima - das ist kompetente dokumentarische Film- und Fernseharbeit. Dazu braucht es ein waches Auge, emotionales Engagement, geistige Kompetenz, Charakter und Sensibilität, aber auch eine gute Portion Respektlosigkeit gegenüber Hierarchie und Bürokratie. Wichtige Fragen stellen, statt vermeintliche Antworten zu geben.
Die Auseinandersetzung mit Themen und Stoffen, das künstlerische Ringen um die Form stehen im Vordergrund des Studiums. Unsere Studenten lernen die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und werden bei der Suche nach ihren Themen und einer eigenen Bildsprache gefordert und gefördert. "Zeigen, wie eine Rose duftet" - so brachte es Robert Flaherty seinem Kameramann Richard Leacock bei. Praktische Erfahrungen sind neben dem wichtigen theoretischen Wissen ein Studienschwerpunkt.
Der Dokumentarfilm bietet dem wachsenden Medienhype immer wieder die Stirn, um der Gesellschaft vom Wesentlichen im Wirklichen zu berichten.
"Documentary is what documentary does", dieser Sinnspruch Lindsay Andersons gilt heute mehr denn je.