2003: Mexico
Sie haben einige Wochen zusammengearbeitet, zusammen gewohnt, zusammen gefeiert, getrödelt, geschwitzt und geochst ... zwölf Filmstudenten und -studentinnen aus Mexiko und München.
Sie sollten Grenzerfahrungen sammeln und verfilmen, die Mexikaner in Deutschland, die Deutschen in Mexiko. Auf Motivsuche und Drehreise gingen sie in Zweierteams. Die jeweils Einheimischen dienten als Kontakt und Kameraleute, die jeweils Zugereisten als Autoren und Reporter.
Einige nahmen den Begriff Grenze geopolitisch und geographisch, andere definierten Grenze als Symbol für Rassen- und Klassentrennung. Ein Thema war die Endlichkeit der Resourcen, ein anderes die Trendwende in Kultur, Kirche und Gesellschaft.
Die Filmemacher urteilten zum Teil pragmatisch, zum Teil ideologisch, sie sammelten nicht nur Grenzerfahrungen sondern erlebten sie auch selbst. Herausgekommen sind ein Dutzend Beiträge für Close up, dem Auslandsmagazin der HFF.
CloseUp ist eine jährliche Übung im Bereich Fernsehjournalismus und hat schon eine langjährige Tradition in der HFF. Das Magazin wird ganz unterschiedlich gestaltet, steht derzeit unter dem Vorzeichen interkultureller Zusammenarbeit mit Filmhochschulen im Ausland. Dabei können Kontakte über nationale Grenzen hinweg geknüpft werden, kann das Verständnis für andere Arbeits- und Lebensgewohnheiten wachsen, entsteht der Sinn für Teamfähigkeit. Die Studenten und Studentinnen erfahren auch den Druck, den begrenzte Sendelängen und enge Zeitvorgaben auslösen. Sie sind auch angehalten, ihrer Fantasie journalistische Zügel anzulegen und dem Text zum Bild gleiche Chancen einzuräumen.
Das Auslandsmagazin "Close Up" gehört zu einer Staffelung von Angeboten im Bereich Fernseh- journalismus, die ein Gefühl für die Vielfalt der Formen und Sparten des Mediums vermitteln sollen.