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Die Mechanik des Wunders

Der Wallfahrtsort Altötting an einem Samstag im Mai: Von Regensburg aus nähern sich der Stadt 8.000 Fußwallfahrer, aus Eichstätt kommen 1.000 Pilger in einem Sonderzug der Bundesbahn. Die Wallfahrer, die zu Fuß kommen, haben in drei Tagen 120 Kilometer zurückgelegt und sind am Ende ihrer Kräfte. In Dreierreihen wälzt sich der fünf Kilometer lange Zug dahin, die Pilger beten synchron – aus funkverkoppelten Megaphonen dröhnt die Stimme des Vorbeters. Im Zug aus Eichstätt spornt ein Vikar die Kinder zum Gebet an, die Stimmen der Mädchen werden in alle Abteile übertragen. In Altötting selbst beginnt für zwei Jungen im Franziskushaus, einer Knabenrettungsanstalt, ein ganz normaler Schulalltag. Ein junges katholisches Paar wird kirchlich getraut – für die beiden der Höhepunkt ihres bisherigen Lebens. Eine alte, gläubige Witwe pflegt das Grab ihres verstorbenen Mannes und lebt ganz zurückgezogen in der Erinnerung an ihn. Der Kustos des St-Magdalena-Klosters verteilt den Beichtstuhldienst und bereitet sich – genau wie die Devotionalienhändler – auf den Ansturm der Pilger vor.
Gegenwart

Internationales Dokumentarfilmfestival München

Starter-Filmpreis München

Förderpreis für Film - Geyer-Werke und Afga-Gevaert AG

Vom Lebensprinzip des marianischen Wallfahrtsortes Altötting