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Wenn man sie bedauert, können sie schlecht sterben

Ein Dorf im Süden Brandenburgs. Der einzige Supermarkt wurde gerade abgerissen. Die Gasstätte öffnet nur noch alle zwei Wochen – zum Singletanz „Karibik“.
Wo man sich hier noch trifft und redet? Eigentlich gar nicht mehr – wenn, dann auf dem Friedhof.

Anhand einer Reihe geheimnisumwobener Todesfälle erzählt „Heme“ (mark-brandenburgisch für „Daheim“) die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner. Jahrzehntelang haben die Menschen hier Schreckliches und Merkwürdiges erlebt. In Interviews erinnern sie sich an die Zeit nach dem Krieg, die DDR und an die Wende.
Sie erzählen Geschichten von einer Hexe, die mit ihrem bösen Blick Babys verwünschen konnte; von einem Jungen, der aus Geldgier seinen Vater in der Jauchegrube versenkte; von einer Frau, die sich im Jugendzentrum mit Benzin übergoss und verbrannte; einem Mann, der aus dem Nichts auftauchte und sich im Wald erschoss. Geschichten von bösen Häusern und von guten, von schönen Zeiten und von schlimmen. Nur zur Gegenwart gibt es kaum etwas zu sagen.

Aus den Erinnerungen der Menschen setzt sich mosaikartig ein Ort zusammen, der vom Aussterben bedroht ist – und mit ihm seine Geschichten.

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