Deutscher Kamerapreis 2026 für Studierende der HFF München
11.05.2026
Deutscher Kamerapreis 2026 für Studierende der HFF München
Deutscher Kamerapreis in der Kategorie Nachwuchs (Schnitt) für HFF-Studierende / Die Preisverleihung fand am 8. Mai in Köln statt
Mai 2026 – Catharina Lott und Jonas Riedinger, die an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München Fiktionale und dokumentarische Regie jeweils mit Schwerpunkt Montage studieren, wurden für ihren Schnitt des Langfilms RUN ME WILD mit dem Nachwuchspreis des Deutschen Kamerapreises 2026 geehrt. Der Deutsche Kamerapreis ist die wichtigste Auszeichnung für Kameraarbeit und Schnitt im deutschsprachigen Raum. Mit seiner über 40jährigen Geschichte zählt er zu den renommiertesten Medienpreisen überhaupt. Die Preisverleihung fand am 8. Mai unter Federführung des WDR in Köln statt.
Nachwuchspreise
Catharina Lott und Jonas Riedinger für die Montage von RUN ME WILD
HFF-Team: Catharina Lott (Regie, Montage), Lea Dähne (Kamera), Marius Beck (Produktion mit weiteren; Apollonia Film & Narrative Way), Jonas Riedinger (Montage)
Partnerinnen*: FilmFernsehFonds Bayern, nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, Young Talent Foundation Berlin, Bayerischer Rundfunk (Natalie Lambsdorff, Theodor Fusban)
Inhalt
Toni (17) spricht nicht über ihre Vergangenheit. Sie stemmt lieber Gewichte, bis die Hände zittern oder lenkt sich mit der Arbeit in der Gärtnerei ihrer Eltern ab. Doch immer öfter holen ihre traumatischen Erinnerungen sie ein. Als Toni die abenteuerlustige Anna kennenlernt, entsteht zwischen ihnen mehr als nur Freundschaft. Während sich gleichzeitig Gerüchte über einen umherstreifenden Tiger verbreiten, gerät Tonis innere Welt aus dem Gleichgewicht: Der Tiger schleicht sich in ihre Träume – und die Grenze zwischen Wirklichkeit und Einbildung beginnt zu verschwimmen.
Begründung der Jury
Sensibel, dicht, stabil: Nah am Innenleben der Hauptfigur treibt die Montage die einfühlsame Erzählung von der Suche nach sexueller Identität voran. Der Zuschauer wird in die inneren und äußeren Konflikte der Hauptprotagonisten förmlich reingesogen. Geschickt verknüpft die Montage unterschiedliche Zeit -und Gefühlsebenen und setzt auf Tempowechsel. So entsteht ein nahezu perfektes Timing, das den Schauspielern Raum für Entwicklung gibt. Am Ende verbindet sich die subtile, metaphorische Ebene des sexuellen Missbrauchs in der Vergangenheit mit den Erzählwelten der Gegenwart zu einem dichten Erleben.
Vitae
Catharina Lott arbeitete seit 2015 an deutschen und österreichischen Filmsets, bevor sie 2020 ein Studium für Regie & Schnitt an der Hochschule für Fernsehen und Film in München begann. Ihre Kurzfilme liefen erfolgreich auf internationalen Festivals, u. a. feierte „FRANKY“ 2023 Premiere beim Max Ophüls Preis und gewann das Filmfestival Kitzbühel, während „Die Sonne scheint nur für uns“ für die Kurzfilmnacht des Bayerischen Rundfunks lizenziert wurde. 2025 inszenierte sie den FFF- und Nordmedia- geförderten Langfilm „Run Me Wild“ - eine Koproduktion des Bayerischen Rundfunks. Der Film feierte Premiere beim Max Ophüls Preis und wurde mit dem DEUTSCHEN KAMERAPREIS in der Kategorie Nachwuchspreis ausgezeichnet. RUN ME WILD ist Catharina Lotts Abschlussfilm an der HFF München. Kinostart ist im September 2026.
Jonas Riedinger ist Filmeditor und Dokumentarfilmstudent in München. 2015 studierte er Editing and Digital Postproduction an der BAF München, wo er seine ersten professionellen Erfahrungen im Film- und Fernsehbereich sammeln konnte. Danach folgte eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton. Seit 2021 studiert er an der Universität für Fernsehen und Film München im Studiengang „Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik“ mit Schwerpunkt Montage. „Run Me Wild“ ist sein erster langer Spielfilm als Filmeditor.
*Aufgrund einer für die Hochschule bindenden Vorgabe durch die allgemeine Geschäftsordnung für den Freistaat Bayern vom 01.04.2024 dürfen sämtliche Personen- und Funktionsbezeichnungen ausschließlich in der weiblichen und/oder männlichen Form aufgeführt werden. Mehrgeschlechtliche Schreibweisen sind unzulässig. Selbstverständlich sind Personen aller geschlechtlicher Identitäten ausdrücklich mit angesprochen.